Unsere Kinder

Kinder erwecken bei uns Eltern intensivste Gefühle, diese reichen von tiefster Liebe und grösster Freude, über unbeschreibliche Ängste und Sorgen, hin zu Wut, Schmerz, Traurigkeit und Verzweiflung weiter zu Hoffnung und Zuversicht. 

Kinder lieben bedingungslos, sind ehrlich und sie sind unsere grössten Lehrer - vorausgesetzt wir wollen lernen und uns weiterentwickeln.

Kinder zeigen uns wer wir sind. Sie fordern uns heraus.


Der Druck unter dem Kinder und Eltern stehen ist enorm

Kinder und Jugendliche stehen oftmals unter einem enormen Leistungs- und Erwartungsdruck. Sie sollen (über-)angepasst sein und sie werden an ihren Leistungen gemessen, untereinander verglichen und bewertet. Schnell kann dabei das Gefühl aufkommen, nicht zu passen, nicht zu genügen. Einem ähnlichen Druck von Vergleich und Bewertung in der Gesellschaft sind auch Eltern selber unterworfen.

Das Gefühl nicht zu genügen, belastende Erlebnisse und Misserfolge blockieren sowohl das Kind als auch die Eltern. Angst zu versagen und Zweifel sind die Folgen. Der Selbstwert und das Selbstbewusstsein werden erschüttert.

Kinder erleiden Kränkungen und Verletzungen an der Seele, weil sie (unbewusst) das Gefühl vermittelt bekommen, nicht richtig zu sein so wie sie sind und damit nicht liebenswert und oft fühlen sie sich auch noch schuldig dafür.

Wenn ein Kind seelisch leidet, zeigt es das körperlich und in seinem Verhalten. Dies können beispielsweise auf der körperlichen Ebene unerklärliche Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Bettnässen, Essstörungen oder Ticks sein. Auf der Verhaltensebene kann das Kind auffallen, indem es entweder sehr scheu, zurückhaltend, unsicher bis ängstlich ist oder gegenteilig auffällig unruhig, frustriert oder sogar aggressiv.

Bitte nimm diese Hilfeschreie der Seele Deines Kindes ernst und werde aktiv.

Ein zeichen von stärke

Hilfe und Unterstützung zu brauchen ist kein Zeichen von Schwäche, ganz im Gegenteil: es zeugt von Grösse und Verantwortungsbewusstsein, wenn wir die benötigte Hilfe einfordern! Als Mutter von zwei Kindern kenne ich die vielfältigen Herausforderungen, welche die Elternschaft mit sich bringen und erlebe selber die Schwierigkeiten, die damit verbunden sein können. Manchmal stossen Eltern an ihre Grenzen und wissen nicht mehr weiter. Sie fühlen sich dann eventuell unzulänglich, erschöpft, ohnmächtig und können Zweifel und Ängste haben. Schuldgefühle führen weiter in die Abwärtsspirale. Wir alle benötigen ab und an Hilfe und Unterstützung. Ich finde, dass wir nicht allein bleiben sollen, wenn es uns nicht gut geht - zusammen kommen wir weiter und raus aus dem Opfer-Täter-Kreislauf. Als Eltern müssen wir unsere Verantwortung für uns und unsere Kinder übernehmen. Ich begleite Dich wertsschätzend dabei und zeige Dir, wie das möglich ist und gelingt.
Dein Kind unterstütze ich dabei, sein Potenzial zu entfalten und seelische Verletzungen zu heilen.

Ungehorsam Ungehorsam ist kein Problem, solange Gehorsam nicht das Ziel ist. Ungehorsam ist für jeden, der die Geschichte kennt, die eigentliche Tugend des Menschen. Durch Ungehorsam entstand Fortschritt, durch Ungehorsam und Aufsässigkeit. (Daron Quinlan & Oscar Wilde)

Authorität

Im Zusammenhang mit Erziehung von Kindern/Jugendlichen gibt es etwas Wichtiges zum Thema Authorität zu sagen. Es gibt zwei Möglichkeiten eine Authorität darzustellen.

Eine Gegenüberstellung

ENTWEDER

  • Authorität durch Macht:
Wird man als Authorität wahr genommen, weil man Macht anwendet, wir man nur aus Angst respektiert.

Dies ist überall dort möglich, wo durch ein Machtgefälle (Eltern-Kind, Lehrer-Schüler, Chef-Angestellter,...) Druck ausgeübt werden kann. Mit dieser Art Authorität werden unsere Kinder durch Macht, Gewalt und Manipulation erzogen.
Begründungen für die Erwartungen hört man hier folgende:
"Weil man das so macht oder eben weil man das nicht macht..." "Weil ich das so will, weil ich es sage,...", "Jeder/Jede macht das....", "Niemand macht das...", "Das war schon immer so...", "Wenn nicht jetzt, dann nie mehr...", "Weil es nur so geht..."....
Motivation für Authorität durch Macht:
Ängste, Unsicherheit, mangelndes Reflexionsvermögen, bestehnde Abhängikeiten etc.
Das Ziel:
Macht, Normalität = scheinbare Sicherheit, Berechenbarkeit, authoritätsabhängige "Untertanen".
Die Kinder werden gefügig gemacht und in unser bestehendes System gepresst, damit sie autoritätsabhängige Menschen werden, die bequem zu führen sind und somit gute Arbeitskräfte und unreflektierte Konsumenten abgeben.
Das Problem:
Die Kinder lernen durch diese Art Erziehung ihre wirklichen Gefühle, Bedürfnise und sich selber zu verleugnen. Diese Menschen verlernen, Dinge zu hinterfragen und eine eigene Meinung zu bilden. Sie lernen sich über Leistung zu definieren und mit anderen zu vergleichen. Leider verlieren sie durch Normierung das Bewusstsein für Einzigartigkeit und kennen ihren wahrhaftigen eigenen Wert nicht mehr.  Dadurch verlieren die ihre innere Verbindung zu sich selber. So können sie ihr Potenzial nicht frei entfalten. Diese Menschen fühlen sich irgendwie unverstanden, ungesehen und ungehört - unwichtig halt - und weil genormt,  leicht ersetzbar. Dadurch entsteht über die Jahre oft eine (Sinn-)Leere, durch die diese Menschen leichter in Kriesen geraten oder in solchen nicht resilient (widerstandsfähig) sind. Leichter geraten sie in Abhängikeiten und Süchte und entwickeln schneller psychische Probleme. Nicht umsonst nehmen psychische Erkrankungen derart zu.
Kinder reagieren auf diesen Druck oft mit Rückzug, Ängsten, Unsicherheit oder mit Frust, Wut und Aggressvität. Auch körperliche Symptome und alles aus der Pallette der Stresssymptomatik ist typisch als Reaktion. Zudem lernen Kinder durch Vorbilder und sie werden in diesem System wie sie es vorgelebt kriegen, selber mit Gewalt, Macht und Manipulation versuchen ihre Ziele zu erreichen und oft haben sie eine sehr niedrige Frusttrationstolleranz. Diese Kinder werden Erwachsene, die es nicht besser wissen und von neuem die Autorität durch Macht anwenden und akzeptieren.

ODER

  • Authorität durch Beziehung:    (Wichtig: das ist nicht antiauthoritär!)
Wird man hingegen als Authorität wahr genommen, weil man eine Authorität darstellt durch Wissen und durch die Fähigkeit, mit dem Gegenüber in Beziehung zu treten, dann wird man freiwillig und aus Achtung und Wertschätzung respektiert, nicht aus Angst.

Voraussetzungen dafür sind:
- starke innere Verbindung = hoher Selbstwert / Selbstbewusstsein
- gute Fähigkeit zur Reflexion und Willen zur Weiterentwicklung
- grosses Empahtievermögen
- gute Selbstführsorge
- Achtsamkeit, Respekt, Wertschätzung, Liebe
- Fähigkeit, Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen - bei sich selber und bei anderen
- Fähigkeit, mit anderen Menschen auf Augenhöhe in Beziehung zu treten
- Fähigkeit zu begeistern
- Flexibilität und Kreativität
- Führungsfähigkeit
- usw.

Begründungen für die Erwartungen hört man hier folgende:
"Weil wir damit das vereinbarte Ziel erreichen.", "Weil Du das besonders gut kannst...", "Weil wir uns gemeinsam für diesen Weg entschieden haben...", "Weil mein Bedürfnis...ist.", "Ich möchte das, weil mir dies und das wichtig ist... wegen...", "Es nützt Dir bei/zu...", ect.
Motivation für Authorität durch Beziehung:
Liebe, Wertschätzung, Seelenheil
Das Ziel:
Vielfalt, Freiheit, Motivation, Eigenverantwortung, Reflexion, Mündigkeit, etc. Wir wollen Kinder, die zu selbtsbewussten, eigenständigen, selbstdenkenden, verantwortungsbewussten, einfühlsamen und liebenden, glücklichen Erwachsenen werden, die unsere Welt zum Guten hin verändern werden.
Das Problem:
Wir müssen wagen das Bestehende in Frage zu stellen.
Wir haben über Generationen hinweg das System der autoritären Macht gelernt. Es braucht Mut, Bekanntes los zu lassen und Neues zu probieren. Es verlangt sehr viel Bewusstheit und Achtsamkeit, diesen neuen Weg zu gehen, über Beziehung und Vorbildfunktion eine Authorität zu entwickeln. Dazu müssen wir uns bewusst dafür entscheiden und uns immer wieder selber reflektieren. Wir müssen uns fragen: Leben wir Selbstfürsorge für uns selber und Fürsorge für unsere Mitmenschen? Kommunizieren wir ehrlich und gewaltfrei? Sind wir authentisch und ehrlich bei dem was wir sagen und tun? Ist Liebe unser Antrieb oder Angst? 

Ich sage nicht, dass es leicht ist - ganz im Gegenteil - aber ich bemühe mich für "oder". Das Glück und der Seelenfrieden liegt in unserer Verantwortung und die Veränderung beginnt bei und mit uns.

Lass uns gemeinsam die Weichen neu stellen

Stehe für Dich und für Dein Kind ein. Jeder Mensch ist einzigartig und jedes Kind sollte in seiner Einzigartigkeit individuell unterstützt werden, damit es seine Potenziale frei entfalten kann. Achte vermehrt auf die Fähigkeiten und Ressourcen Deines Kindes anstatt auf die Schwierigkeiten und vertraue Deinem Instinkt als Vater oder Mutter. Du kennst Dein Kind am Besten.

Ich empfehle Eltern sehr, auch bei sich selber in einem Coaching die eigenen einschränkenden Glaubens- und Verhaltensmuster zu reflektieren und in kraftvolle umzuwandeln. Starke Eltern = starke Kinder.

Weiter ist es hilfreich, sich Wissen anzueignen über gewaltfreie Kommunikation und bindungsorientiertes/bedürfnisorientiertes Erziehen. Dieses Wissen hilft, neue Wege mit der Familie zu gehen, liebevoll, ressourcen- und lösungsorientiert. In meiner Elternberatung kann ich Sie diesbezüglich ebenfalls beraten.

Die wertvollen Methoden welche ich in Beratung und Coaching anwende, bringen oft eine rasche Entlastung und Stärkung für Eltern und Kinder mit sich.

Das Kindercoaching gestalte ich sehr spielerisch und dem Entwicklungsstand des Kindes angepasst. Das Kind soll frei von Druck und Leistung, dafür mit viel Spass, Freude und Leichtigkeit seine Ziele erreichen dürfen. Es schafft das in der Regel sehr schnell und nachhaltig. Voraussetzung ist eine gute Zusammenarbeit zwischen mir und den Eltern.

Angst klopfte an die Türe, Vertrauen öffnete und Liebe trat hinein.

Vielleicht passt dieses Zitat in diesem Zusammenhang, denn ich weiss, dass es manchmal Angst macht, Probleme einzugestehen und dass es viel Vertrauen braucht, sich damit Jemandem ausserhalb der Familie anzuvertrauen. Ich verspreche, dass ich Euch als Eltern mit Wertschätzung und frei von Verurteilung begegne und mit Eurem Kind sehr achtsam und kompetent arbeite und Euch dabei jederzeit meine Arbeitsweise transparent erklären kann. Ich habe mich als Dipl. Kinder- und Jugendcoach weitergebildet und verfüge über die nötige fachliche und soziale Kompetenz für diese verantwortungsvolle Arbeit.

Ich freue mich darauf, Euch als Familie ein Stück auf dem gemeinsamen Weg zu begleiten und danke im Voraus für Euer Vertrauen. Es wird sich lohnen.

Jugendcoaching

Das Jugendcoaching setzt sich aus Elementen des Erwachsenen- und des Kindercoachings zusammen und ist individuell auf die Bedürfnisse des Jugenlichen abgestimmt. Bis zur Volljährigkeit braucht es die Einwilligung der Eltern für ein Coaching.

Unsere Kinder brauchen unsere Liebe und VertrauenDu kannst deinen Kindern deine Liebe geben, nicht aber deine Gedanken. Sie haben ihre eigenen. (Khalil Gibran, 1883-1931)