Kinder

Kinder erwecken bei Eltern intensive Gefühle; diese reichen von tiefster Liebe und grösster Freude, über unbeschreibliche Ängste und Sorgen, hin zu Wut, Schmerz, Traurigkeit und Verzweiflung aber auch zu Hoffnung und Zuversicht.

Als Eltern entdeckt man nebst dem höchsten Glück auch seine tiefsten Abgründe. Kinder fordern uns heraus mit ihrer Echtheit und Direktheit. Kinder benötigen Eltern, die authentisch und klar sind. Eltern müssen die Führung übernehmen können und dabei die Bedürfnisse der Kinder wahrnehmen und auf sie eingehen können.

Das klingt einfacher als es ist! Wer behauptet, damit niemals ein Problem zu haben, hat entweder nichts mit Kindern zu tun oder lügt. Ehrlich: mal gelingt es besser, mal  schlechter, den Einen verlangt es mehr ab, den Anderen weniger, aber mit Sicherheit ist das eine grosse Aufgabe. Und für grosse Aufgaben macht es Sinn, sich Unterstützung zu organisieren und sich auch mal coachen zu lassen. 


Der Druck unter dem Kinder und Eltern stehen ist enorm

Kinder und Jugendliche stehen oftmals unter einem enormen Leistungs- und Erwartungsdruck. Sie sollen (über-)angepasst sein und sie werden an ihren Leistungen gemessen, untereinander verglichen und bewertet. Schnell kann dabei das Gefühl aufkommen, nicht zu passen, nicht zu genügen. Einem ähnlichen Druck von Vergleich und Bewertung in der Gesellschaft sind auch Eltern selber unterworfen.

Das Gefühl nicht zu genügen, belastende Erlebnisse und Misserfolge blockieren sowohl das Kind als auch die Eltern. Angst zu versagen und Zweifel sind die Folgen. Der Selbstwert und das Selbstbewusstsein werden erschüttert.

Kinder erleiden Kränkungen und Verletzungen an der Seele, weil sie (unbewusst) das Gefühl vermittelt bekommen, nicht richtig zu sein so wie sie sind und damit nicht liebenswert und oft fühlen sie sich auch noch schuldig dafür. Dies geschieht immer dann, wenn die Bedürfnisse und die Bemühungen des Kindes nicht gesehen und gewürdigt werden. 

Wenn ein Kind seelisch leidet, zeigt es das körperlich und in seinem Verhalten. Dies können beispielsweise auf der körperlichen Ebene unerklärliche Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Bettnässen, Essstörungen oder Ticks sein. Auf der Verhaltensebene kann das Kind auffallen, indem es entweder sehr scheu, zurückhaltend und unsicher bis ängstlich ist oder im Gegenteil sich auffällig unruhig, frustriert oder sogar aggressiv verhält.

Bitte nimm diese Hilfeschreie Deines Kindes ernst. Das Kind ist meist der Symptomträger, nicht die Ursache des Problems. Wir finden die Ursache und damit auch Lösungen.

Ein zeichen von stärke

Hilfe und Unterstützung zu brauchen ist kein Zeichen von Schwäche, ganz im Gegenteil! Als Mutter von zwei Kindern kenne ich die vielfältigen Herausforderungen, welche die Elternschaft mit sich bringt. Manchmal stösst man als Papa oder Mama an seine Grenzen und weiss nicht mehr weiter. Dann fühlt man sich unzulänglich, erschöpft, ohnmächtig und es können Zweifel und Ängste aufkommen. Schuldgefühle belasten noch mehr und führen nicht zu Lösungen. Im Gegenteil, je gestresster wir sind, desto weniger lösungsorientiert sind wir. Zusammen finden wir Wege aus diesem Strudel und kommen weiter!  Ich begleite Dich und Deine Familie wertsschätzend und stärkend.

Ungehorsam Ungehorsam ist kein Problem, solange Gehorsam nicht das Ziel ist. Ungehorsam ist für jeden, der die Geschichte kennt, die eigentliche Tugend des Menschen. Durch Ungehorsam entstand Fortschritt; durch Ungehorsam und Aufsässigkeit. (Daron Quinlan & Oscar Wilde)

Authorität

Im Zusammenhang mit Erziehung von Kindern/Jugendlichen gibt es etwas Wichtiges zum Thema Authorität zu sagen. Es gibt zwei Möglichkeiten eine Authorität darzustellen.

Eine Gegenüberstellung

 

  • Authorität durch Macht:
Wird man als Authorität wahr genommen, weil man Macht anwendet, wir man nur aus Angst respektiert.

Dies ist überall dort möglich, wo durch ein Machtgefälle (Eltern-Kind, Lehrer-Schüler, Chef-Angestellter etc.) Druck ausgeübt werden kann. Mit Authorität durch Macht werden unsere Kinder mit Macht, Gewalt und Manipulation erzogen.
Antworten auf das "weshalb" und "wozu" für das was (mit Macht und durch starre Regeln) eingefordert wird:
"Weil man das (schon immer) so macht oder eben weil man das nicht macht." "Weil ich das so will, weil ich es sage.", "Jeder/Jede macht das.", "Niemand macht das.", "Das war schon immer so.", "Wenn Du's jetzt nicht lernst, dann lernst Du das nie.", "Weil es nur so geht."
Antrieb für die Durchsetzung mit Authorität durch Macht:
Eigene Ängste, innere Unsicherheit, mangelndes Reflexionsvermögen, bestehnde Abhängikeiten, Mangeldenken, Unfähigkeit mit Mitmenschen in echte Beziehung zu treten, etc.
Das Ziel:
Macht, Normalität( normalität vermittelt scheinbare Sicherheit, Berechenbarkeit), leicht führbare und gehorsame "Untertanen"
Das Problem:
Die Kinder lernen durch diese Art Erziehung ihre wirklichen Gefühle, Bedürfnise und sich selber zu verleugnen. Diese Menschen verlernen, Dinge zu hinterfragen und eine eigene Meinung zu bilden. Sie lernen sich über Leistung zu definieren und mit anderen zu vergleichen. Leider verlieren sie durch Normierung das Bewusstsein für ihre Einzigartigkeit und kennen ihren wahrhaftigen eigenen Wert nicht mehr.  Dadurch verlieren sie ihre innere Verbindung zu sich selber. So können sie ihr Potenzial nicht frei entfalten. Diese Menschen fühlen sich als Erwachsene irgendwie unverstanden, ungesehen und ungehört - unwichtig halt - und weil genormt,  leicht ersetzbar. Dadurch entsteht über die Jahre hinweg oft eine (Sinn-)Leere, durch die diese Menschen leichter in Kriesen geraten oder in solchen nicht resilient (widerstandsfähig) sind. Leichter geraten sie in Abhängikeiten und Süchte und entwickeln schneller psychische Probleme. Nicht umsonst nehmen psychische Erkrankungen derart zu. Selbst rebelllische Kinder - welche als Problem behandelt werden, anstatt als Symptomträger von einem kranken System erkannt - resignieren irgendwann, flüchten in selbstzerstörerisches Verhalten, weil sie glauben, dass mit ihnen etwas nicht stimmt und sie nicht wissen, dass die Rebellion sie eigentlich nur schützen wollte. 

Kinder reagieren auf ein solchen Druck durch Macht mit Rückzug, Ängsten, Unsicherheit oder mit Frust, Wut und Aggressvität. Auch körperliche Symptome und alles aus der Pallette der Stresssymptomatik ist typisch als Reaktion. Zudem lernen Kinder durch Vorbilder und sie werden wie sie es vorgelebt kriegen, selber mit Gewalt, Macht und Manipulation versuchen ihre Ziele zu erreichen und oft haben sie eine sehr niedrige Frusttrationstolleranz. Diese Kinder werden Erwachsene, die es nicht besser wissen und von Neuem die Autorität durch Macht anwenden und akzeptieren.

  • Authorität durch Beziehung & Begeisterung:   
Wird man hingegen als Authorität wahr genommen, weil man eine Authorität darstellt durch Wissen und durch die Fähigkeit zu begeistern und zu motivieren und mit dem Gegenüber in Beziehung zu treten, dann wird man freiwillig und aus Achtung und Wertschätzung respektiert - nicht aus Angst.

Voraussetzungen dafür sind:
- starke innere Verbindung = hoher Selbstwert / Selbstbewusstsein
- Selbstsicherheit
- gute Selbstwahrnehmung = gute Abgrenzung
- gute Kritikfähigkeit
- gute Fähigkeit zur Reflexion und Willen zur Weiterentwicklung
- grosses Empahtievermögen
- gute Selbstführsorge
- Achtsamkeit, Respekt, Wertschätzung, Liebe
- Fähigkeit, Gefühle und Bedürfnisse zu erkennen - bei sich selber und bei Anderen
- Fähigkeit, mit anderen Menschen auf Augenhöhe in Beziehung zu treten
- Fähigkeit zu begeistern
- Flexibilität und Kreativität
- Führungsfähigkeit
- usw.

Begründungen für das "wozu" und "wehalb" für das was man durchsetzen möchte:
"Weil wir damit das vereinbarte Ziel erreichen.", "Weil Du das besonders gut kannst.", "Weil wir uns gemeinsam für diesen Weg entschieden haben.", "Weil mein Bedürfnis...ist.", "Ich möchte das, weil mir dies und das wichtig ist..." "Wegen...", "Es nützt Dir bei/zu...", ect.  Es gibt eine Begründung und wird nicht einfach nur durchgesetzt, weil man die Macht dazu hat.
Antrieb für Authorität durch Beziehung:
Liebe, Wertschätzung, Freude, Begeisterung
Das Ziel:
Vielfalt, Freiheit, Motivation, Eigenverantwortung, Reflexion, Mündigkeit, etc. Wir wollen Kinder, die zu selbtsbewussten, eigenständigen, selbstdenkenden, verantwortungsbewussten, einfühlsamen und liebenden, glücklichen Erwachsenen werden, die unsere Welt zum Guten hin verändern werden - ressourcenorientiert, lösungsorientiert und wertebasierend.

Ich sage nicht, dass es leicht ist - ganz im Gegenteil - aber es lohnt sich, es immer wieder aufs Neue zu versuchen. Übungsmöglichkeiten bieten sich fortlaufend. Wir brauchen zur positiven Umsetzung Wissen über bindungsorientiertes Erziehen und gewaltfreien Kommunikation.

Wir müssen wagen das Bestehende in Frage zu stellen. Wir haben über Generationen hinweg das System der autoritären Macht gelernt. Es braucht Mut, Bekanntes los zu lassen und Neues zu probieren. Es verlangt sehr viel Bewusstheit und Achtsamkeit, diesen neuen Weg zu gehen, über Beziehung und Vorbildfunktion eine Authorität zu werden. Dazu müssen wir uns bewusst dafür entscheiden und uns immer wieder selber reflektieren. Wir müssen uns fragen: Leben wir Selbstfürsorge für uns selber und Fürsorge für unsere Mitmenschen? Kommunizieren wir ehrlich und gewaltfrei? Sind wir authentisch und ehrlich bei dem was wir sagen und tun? Ist Liebe unser Antrieb oder Angst? Was sind unsere Werte - wofür stehen wir ein, womit gehen wir?

Lass uns gemeinsam die Weichen neu stellen

Stehe für Dich und für Dein Kind ein. Jeder Mensch ist einzigartig und jedes Kind sollte in seiner Einzigartigkeit individuell unterstützt werden, damit es seine Potenziale frei entfalten kann. Achte vermehrt auf die Fähigkeiten und Ressourcen Deines Kindes anstatt auf die Schwierigkeiten und vertraue Deinem Instinkt als Vater oder Mutter. Du kennst Dein Kind am Besten.

Ich empfehle Eltern sehr, auch bei sich selber in einem Coaching die eigenen einschränkenden Glaubens- und Verhaltensmuster zu reflektieren und in kraftvolle umzuwandeln. Starke Eltern = starke Kinder.

Weiter ist es hilfreich, sich Wissen anzueignen über gewaltfreie Kommunikation und bindungsorientiertes/bedürfnisorientiertes Erziehen. Dieses Wissen hilft, neue Wege mit der Familie zu gehen, liebevoll, ressourcen- und lösungsorientiert. In meiner Elternberatung kann ich Sie diesbezüglich ebenfalls beraten.

Die wertvollen Methoden welche ich in Beratung und Coaching anwende, bringen oft eine rasche Entlastung und Stärkung für Eltern und Kinder mit sich.

Das Kindercoaching gestalte ich sehr spielerisch und dem Entwicklungsstand des Kindes angepasst. Das Kind soll frei von Druck und Leistung, dafür mit viel Spass, Freude und Leichtigkeit seine Ziele erreichen dürfen. Es schafft das in der Regel sehr schnell und nachhaltig. Voraussetzung ist eine gute Zusammenarbeit zwischen mir und den Eltern.

Angst klopfte an die Türe, Vertrauen öffnete und Liebe trat hinein.

Vielleicht passt dieses Zitat in diesem Zusammenhang, denn ich weiss, dass es manchmal Angst macht, Probleme einzugestehen und dass es viel Vertrauen braucht, sich damit Jemandem ausserhalb der Familie anzuvertrauen. Ich verspreche, dass ich Euch als Eltern mit Wertschätzung und frei von Verurteilung begegne und mit Eurem Kind sehr achtsam und kompetent arbeite und Euch dabei jederzeit meine Arbeitsweise transparent erklären kann. Ich habe mich als Dipl. Kinder- und Jugendcoach weitergebildet und verfüge über die nötige fachliche und soziale Kompetenz für diese verantwortungsvolle Arbeit.

Ich freue mich darauf, Euch als Familie ein Stück auf dem gemeinsamen Weg zu begleiten und danke im Voraus für Euer Vertrauen. Es wird sich lohnen.

Jugendcoaching

Das Jugendcoaching setzt sich aus Elementen des Erwachsenen- und des Kindercoachings zusammen und ist individuell auf die Bedürfnisse des Jugenlichen abgestimmt. Bis zur Volljährigkeit braucht es die Einwilligung der Eltern für ein Coaching.

Unsere Kinder brauchen unsere Liebe und VertrauenDu kannst deinen Kindern deine Liebe geben, nicht aber deine Gedanken. Sie haben ihre eigenen. (Khalil Gibran, 1883-1931)